Frauenchorausflug zum Schloss Lichtenstein und zur Nebelhöhle

Bei herrlichem Sommerwetter starteten wir unter der Regie unserer Frauenchor-Vorständin Martina Lud-Rothaug am vergangenen Samstag zum diesjährigen Ausflug auf die Schwäbische Alb. Nach dem unser Busfahrer Spyros, vom Reisebüro Wolf, alle Frauen an den verschiedenen Haltestellen eingesammelt hatte, konnte die Fahrt losgehen.

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Ohne großen Stau, über die A 8, gelangten wir zu unserem ersten Ziel, Schloss Lichtenstein, welches auch als“ Märchenschloss Württembergs“ bezeichnet wird. Die anschließende Führung begann schon im kleinen Burghof. 1388 entstand an dieser Stelle eine Ritterburg, welche als eine der wehrhaftesten des Mittelalters galt. Die Burg widerstand allen Angriffen. 1802 wurde auf den Grundmauern der inzwischen verfallenen Ritterburg ein modernes Forsthaus errichtet. Dieses diente dem König von Württemberg als Jagdschloss, indem er auch Förster ausbildete. 1840 erwarb Graf Wilhelm das Forsthaus, ließ es wieder bis auf die Grundmauern abtragen, um seinen Traum von einem Schloss auf diesen Grundmauern zu errichten.

Im Erdgeschoss trafen wir dann auf die Waffenhalle, die katholische Schlosskapelle mit wertvollen Glasmalereien, sowie die behagliche Trinkstube, welche mit reichhaltiger Vertäfelung, Wandmalereien und Sinn - und Trinksprüchen ausgestattet ist.

Im Obergeschoss bestaunten wir das reich bemalte Königszimmer, das Wappenzimmer und das Erkerzimmer mit seinen mittelalterlichen Möbeln. Der größte und auch schönste Raum war der anschließende Rittersaal, dessen Wände mit Holz getäfelt und die Decke und Fensterleibungen reich und wirkungsvoll ausgemalt sind. Auch über das frühere Leben der Menschen in diesen Mauern konnte uns die kompetente Führerin so manches berichten. Im Treppenhaus des Schlosses begegneten wir zum Abschluss dem berühmten „Schützen von Lichtenstein“ in der Form eines Bildes. Egal wo man sich befindet, zielt dieser immer auf einen. Bevor wir mit dem Bus zur Kaffeepause nach Honau hinunterfuhren, genossen wir noch die herrliche Aussicht vom Schlosspark ins weite Tal.

Im schönen Ambiente des Hotel Restaurants Forellenhof-Rössle wurde nun gemütliche Rast bei Kaffee, Kuchen, Eis oder sonstigen Köstlichkeiten eingelegt.

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Gut gestärkt ging es anschließend nur noch wenige Kilometer weiter zu unserer zweiten Etappe, der Nebelhöhle, unweit von Sonnenbühl gelegen. Diese Höhle ist mit ihrem wildromantischen Charakter eine der längsten und schönsten und auch eine der ältesten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb. Über 141 Stufen sind die meisten mit unserem Führer in die Höhle eingestiegen um in 25 m Tiefe eine atemberaubende Kulisse von Stalagmiten und Stalaktiten zu erleben. Auf einer Länge von 450 m sahen wir mächtige Säulen und fantastische Figuren, die in 500.000 Jahren entstanden sind. Auch hier wurden wir ausführlich über die Geschichte dieser beeindruckenden Höhle informiert, deren Klima unter der Erde praktisch unabhängig von der Jahreszeit oder vom Wetter draußen ist. Ganzjährig herrschen hier Temperaturen von 8-9 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit ist mit ca. 90% sehr hoch. Zum Schluss bedankten wir uns dort unten mit einem Ständchen bei unserem netten Führer. Mit Bravour schafften dann auch alle die 141 Stufen in kürzester Zeit, um wieder nach oben ans Tageslicht zu gelangen.

Im Grünen Baum, Warmbronn, wurde am Abend Einkehr gehalten. Lange saßen wir noch bei gutem Essen und Getränken beieinander, bevor wir unsere letzten Fahrtkilometer antraten. Unser Dank geht auch dieses Jahr wieder an unsere Martina für ihre Mühen. Es hat sich gelohnt, der Tag war „Spitze“ !!

RS